Aktuelles

Prof. Dr. Christian Schmidkonz erhält den „Preis für gute Lehre“

Große Ehre für Prof. Dr. Christian Schmidkonz von der OTH Amberg-Weiden: Der Wissenschaftler wurde mit dem „Preis für gute Lehre“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Die Ehrung wurde von Wissenschaftsminister Markus Blume im Rahmen des „Tags für gute Lehre“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg verliehen.

Blume betonte bei der Preisverleihung: „Gute Lehre von heute schafft die Exzellenz von morgen. Die heute Ausgezeichneten leben und lieben ihr Fach und geben genau das weiter. Mit echter Hingabe und toller Kreativität leisten sie Herausragendes – herzlichen Glückwunsch!“

Praxisnahe Lehre mit Vorbildcharakter

Der „Preis für gute Lehre“ ist mit 5.000 Euro dotiert und wird an 20 Lehrende verliehen, die Studierende durch herausragende Didaktik, innovative Konzepte und besonderes Engagement begeistern. Vorschläge für die Preisträgerinnen und Preisträger kommen direkt von den Hochschulen – dabei haben auch Studierende ein Mitspracherecht.

Dass Prof. Dr. Christian Schmidkonz diesen Preis verdient hat, bestätigen deswegen auch seine Studierenden. Studentin Maria Brandl beispielsweise beschreibt seine Lehre so: „Er bringt seinen Studierenden den Vorlesungsinhalt immer sehr praxisnah bei und wir bekommen so natürlich auch einen sehr guten Einblick in die Praxis.“

Auch Marika Rustler, eine weitere Studentin, lobt seine Fähigkeit, selbst komplizierte Themen verständlich zu vermitteln: „Er erklärt schwierige und komplexe Inhalte einfach anhand von praxisnahen Fallbeispielen und geht immer individuell auf unsere Fragen ein.“

Eine Auszeichnung für die gesamte Hochschule

Mit der Auszeichnung von Prof. Dr. Schmidkonz wird auch die hohe Qualität der Lehre an der OTH Amberg-Weiden gewürdigt. Bereits letztes Jahr durfte sich Prof. Dr. Matthias Lederer über dieselbe Auszeichnung freuen. Dass der Preis für gute Lehre zum zweiten Mal in Folge an Professoren der OTH Amberg-Weiden verliehen wird, beweist welchen hohen Stellenwert exzellente, praxisorientierte Lehre an der Hochschule hat.

Einblicke in die medizinische Diagnostik im SYNLAB Labor

Am besten lernt man in der Praxis. Diese Erfahrung durften die Studierenden des Studiengangs Physician Assistance bei einem Besuch in den Laboren des SYNLAB MVZ Weiden machen.

Dort konnten sie modernste medizinische Diagnostik unter die Lupe nehmen. Schon bei der Probenannahme und -verteilung wurde den Teilnehmenden bewusst, welche logistischen und technischen Anforderungen an ein modernes Labor gestellt werden. In den Fachabteilungen der mikrobiologischen und molekularbiologischen Diagnostik erhielten die Studierenden dann detaillierte Einblicke in die Probenvorbereitung und -verarbeitung.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Buhl hatte die Gruppe anschließend die Möglichkeit, die bereits in den Vorlesungen behandelten Themen zu vertiefen. So konnten sie sich aus erster Hand über Weiterentwicklungen in der Diagnostik informieren. Der rege Austausch zwischen den Studierenden und den Laborexperten von SYNLAB spiegelte das große Interesse der Gruppe wider.

PA-Studierende auf Exkursion: Lernen am Puls der Notfallanatomie

Ende Februar hatten insgesamt 20 Studierende des Studiengangs Physician Assistant (PA) an der OTH Amberg-Weiden die Gelegenheit, gemeinsam mit Prof. Dr. med. Matthias Feyrer eine besondere Exkursion an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu unternehmen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. med. Harald Dormann (Klinikum Fürth) stand die Notfallanatomie inklusive notfallmedizinischer Interventionen im Mittelpunkt. Diese Kenntnisse sind für Eingriffe erforderlich, die in lebensbedrohlichen Situationen notwendig werden können.

Notfallanatomie in der Praxis

Auf dem zweitägigen Programm standen verschiedene Notfallmaßnahmen, die vor allem in der Akut- und Intensivmedizin von Bedeutung sind: Dazu gehörten unter anderem das Legen von Notfallzugängen in die Luftröhre (sog. Coniotomie), die Eröffnung des Brustkorbes bei schweren Verletzungen (sog. Clamshell-Thorakotomie) sowie spezielle Operationsmethoden zur Stabilisierung lebenswichtiger Organe nach schweren Traumata (sog. Damage Control Surgery). Die Studierenden erhielten einen praxisnahen Einblick in diese Techniken und konnten Fragen direkt mit den erfahrenen Spezialisten vor Ort diskutieren. Insbesondere zwischen den einzelnen Vorträgen boten sich viele Gelegenheiten zur fachlichen Diskussion im Plenum des Hörsaals. Darüber hinaus konnte in den Pausen an speziellen Notfallsimulatoren geübt werden, wie beispielsweise Notfallkatheter direkt am Unfallort gelegt werden können.

Anatomie im Laufe der Zeit

Ein besonderer Höhepunkt der Exkursion war der anschließende Besuch der anatomischen Sammlungen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Professor Dr. med. Winfried Neuhuber, ehemaliger Lehrstuhlinhaber, führte die Gruppe persönlich durch die Ausstellung und erläuterte mit großer fachlicher Begeisterung die anatomischen Präparate: Besonders beeindruckend waren die verschiedenen Modelltechniken, darunter Korrosionspräparate, die das filigrane Gefäßnetz von Organen sichtbar machen, oder auch historische Wachsmodelle. Auch die Darstellungen komplexer Strukturen wie des Mittel- und Innenohrs oder von Erkrankungen des Gehirns (wie Blutungen oder Tumoren) hinterließen bei den Studierenden einen bleibenden Eindruck. Ebenso beeindruckte ein weiteres bemerkenswertes Exponat, nämlich eine detailgetreue anatomische Darstellung eines Herzens als Gussmodell mit Bronzeüberzug, das den Übergang von der Wissenschaft zum künstlerischen Handwerk symbolisierte.

Einblicke in praktische Medizin

„Wissen wird besonders greifbar, wenn man es erleben kann. Dabei ist die Anatomie mehr als ein theoretisches Grundlagenfach – sie bildet die Basis für viele medizinische Entscheidungen“, so Feyrer. Die beiden Exkursionstage boten daher eine hervorragende Möglichkeit, die Bedeutung der (Notfall-)Anatomie für die praktische Medizin besser zu verstehen. Die Studierenden konnten das Erlernte in reale klinische Kontexte einordnen und wertvolle Erkenntnisse für eine mögliche spätere berufliche Tätigkeit gewinnen.

OTH Amberg-Weiden beteiligt sich am ersten Physician Assistants Kongress in Solingen

Physician Assistant ist ein Beruf, der in Deutschland derzeit implementiert wird. Am 5. Oktober 2024 findet nun erstmals in Deutschland ein Kongress der Deutschen Gesellschaft für Physician Assistants (DGPA) in Solingen statt. Ein Meilenstein für diesen Beruf. Die OTH Amberg-Weiden beteiligt sich maßgeblich daran.

Die Besucherinnen und Besucher des Kongresses erwartet ein abwechslungsreiches Programm aus praktischen Kursen und wissenschaftlichen Vorträgen sowie fundierte Informationen rund um den Beruf. Physician Assistants sind Arztassistentinnen und -assistenten, die Aufgaben von Ärztinnen und Ärzten übernehmen, um diese zu entlasten. Dazu gehören beispielsweise das Erstellen von Diagnosen und Behandlungsplänen, Ultraschalluntersuchungen, das Nähen von Wunden, die Teamkoordination oder die Dokumentation. Die Ausbildung findet an Hochschulen statt - zum Beispiel an der OTH Amberg-Weiden. „Es ist ein spannender, vielseitiger und absolut zukunftsträchtiger Beruf, der allerdings noch nicht so bekannt ist wie andere medizinische Fachberufe“, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr. med. Christian Schmidkonz.

Deshalb freut er sich, dass die OTH Amberg-Weiden an dem Kongress in Solingen teilnimmt. Schmidkonz engagiert sich dort als wissenschaftlicher Beirat. Felix Wittmann, Laboringenieur am Medizinischen Ausbildungszentrum der OTH Amberg-Weiden, ist Kongresspräsident. Die Physician Assistance-Studentin Jessica Oetter organisiert unter anderem die praktischen Kurse, ihre Kommilitonin Lucia Hägler ist mitverantwortlich für die Kongresspublikation. „Der Kongress ist ein Meilenstein für die weitere Entwicklung der Physician Assistants in Deutschland, daher freuen wir uns besonders, einen Beitrag leisten zu können“, sagt Schmidkonz.

MEHR INFORMATIONEN ZUM KONGRESS UND TICKETS

Physician Assistance an der OTH AW: Exkursionen in die Humananatomie der Universität Regensburg

Ende Juni hatten insgesamt fast 30 Studierende des Studiengangs Physician Assistance der OTH Amberg-Weiden unter Begleitung von Prof. Dr. med. Matthias Feyrer die einmalige Gelegenheit, das Anatomische Institut der Universität Regensburg zu besuchen. Diese Exkursionen boten den Studierenden wertvolle Einblicke in die menschliche Anatomie und ergänzten die theoretischen Kenntnisse aus dem Grundlagenunterricht durch praxisnahe Demonstrationen.

Der Tag begann mit einer Begrüßung vor dem Audimax der Universität Regensburg durch Herrn Dr. rer. nat. Marcus Koch. Anschließend ging es in die Räumlichkeiten der Anatomie, wo die Studierenden unter fachkundiger Anleitung einen detaillierten Einblick in die menschliche Anatomie erhalten sollten. Zu Beginn wurde das prinzipielle Körperspendewesen in Deutschland kurz beleuchtet. Die Studierenden erhielten Informationen über die rechtlichen und ethischen Grundlagen der Körperspende, die Bedeutung für die medizinische Ausbildung und Forschung sowie den Ablauf und die Organisation einer Körperspende. Diese Einführung half für das Verständnis und die Wertschätzung sowie den respektvollen Umgang mit den anatomischen Präparaten.

Im Anschluss vermittelte Koch mit viel Engagement und Detailwissen die komplexen Zusammenhänge und Strukturen des menschlichen Körpers. Die Möglichkeit, anatomische Präparate aus nächster Nähe zu betrachten und dabei fachkundige Erklärungen zu erhalten, war für die Studierenden ein Highlight ihres bisherigen Studiums. „Solche Exkursionen sind von unschätzbarem Wert für die Ausbildung unserer Studierenden. Sie bieten die einzigartige Möglichkeit, theoretisches Wissen durch praktische Erfahrungen zu vertiefen und fördern somit insbesondere das dreidimensionale Verständnis der menschlichen Anatomie, wie es so aus dem Anatomieatlas heraus nicht möglich ist”, sagte Feyrer.

Die Besuche des Regensburger Anatomischen Instituts förderten somit durch die intensive Auseinandersetzung mit der Materie und den Austausch untereinander das gemeinsame Lernen und Verständnis des menschlichen Körpers. Die gewonnenen Erfahrungen stellen einen unverzichtbaren Bestandteil der Ausbildung im Studiengang Physician Assistance dar und tragen maßgeblich zur praxisnahen und fundierten Ausbildung der Studierenden an der OTH Amberg-Weiden bei.

Erste praktische Abschlussprüfung im Studiengang Physician Assistance an der OTH Amberg-Weiden

OSCE - was sich phonetisch wie „Ostsee“ anhört und nach Strand und bevorstehender Urlaubssaison klingt, war für den diesjährigen Abschlussjahrgang des Bachelor-Studiengangs „Physician Assistance“ an der OTH Amberg-Weiden das Sahnehäubchen am Ende der medizinischen Ausbildung.

Diese Prüfungsform - die Abkürzung steht für Objective Structured Clinical Examination - ist weit mehr als eine „herkömmliche” Prüfung. Ziel ist es, den Studierenden im Studiengang „Physician Assistance” ein praxisnahes Lernen klinischer Fertigkeiten in realitätsnahen Szenarien zu ermöglichen. Die Prüfung trainiert sie, den dynamischen Alltag im Gesundheitswesen erfolgreich zu meistern und dabei empathisch auf die Sorgen und Nöte ihrer Patientinnen und Patienten einzugehen.

Lernen anhand realistischer Szenarien

Deshalb simuliert die OSCE-Prüfung authentische Situationen, wie sie den Studierenden später im Praxisalltag zum Beispiel in der Inneren Medizin, der Notfallmedizin oder der Chirurgie begegnen können: Sie müssen etwa in einem Anamnesegespräch Informationen für einen Anfangsverdacht sammeln, Untersuchungen am Menschen und an einer Simulationspuppe durchführen und auswerten, Labor- und EKG-Ergebnisse interpretieren und chirurgische Nähte korrekt ausführen.

Optimal auf den Arbeitsalltag vorbereiten

„Was die Studierenden hier lernen, können sie später eins zu eins in ihrem Berufsalltag umsetzen. Sie lernen hier nicht nur die medizinische Theorie, sondern auch die praktische Anwendung”, erklärt Prof. Dr. med. habil. Christian Schmidkonz, der gemeinsam mit Prof. Dr. med. Matthias Feyrer und Laboringenieur Felix Wittmann die Prüfung abnahm. Wichtig ist den Prüfern, dass die Studierenden noch während der Prüfung Feedback bekommen, ihre Stärken und Schwächen erkennen und gezielt an ihren klinischen Fähigkeiten weiterarbeiten können. „Jedes Szenario ist ein bisschen anders. Das bedeutet, dass man bei jeder praktischen Übung dazu lernt und sein Verständnis vertieft. Das ist das Schöne und Einzigartige an dieser Prüfungsform”, so Schmidkonz.

Damit bietet die OSCE-Prüfung den Studierenden die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und sich gleichzeitig auf ihre zukünftigen beruflichen Herausforderungen vorzubereiten. Für sie stellt die OSCE-Prüfung den Höhepunkt ihrer Ausbildung dar, der sie optimal auf den Berufseinstieg als „Physician Assistant” vorbereitet. Nach bestandener Prüfung geht es für die Studierenden dann in die wohlverdienten Sommerferien - für den einen oder anderen vielleicht sogar an die Ostsee!

Informatikstudiengänge und Physician Assistant der OTH Amberg-Weiden erzielen Spitzenplätze im CHE-Ranking

Die Informatik-Studiengänge und der Bachelorstudiengang Physician Assistant der OTH Amberg-Weiden haben im aktuellen CHE-Ranking hervorragend abgeschnitten. Besonders gelobt werden der starke Praxisbezug und die umfassende Unterstützung der Studierenden zu Beginn des Studiums.

Mit insgesamt rund 120.000 befragten Studierenden und mehr als 300 untersuchten Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW) sowie Dualen Hochschulen und Berufsakademien ist das CHE-Ranking der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr wird dabei ein Teil der Fächer neu bewertet – dieses Mal u. a. Studiengänge in den Fachbereichen Informatik und Gesundheitswissenschaften.

Der Studienbereich Informatik an der OTH Amberg-Weiden bietet mit den Bachelorstudiengängen „Industrie-4.0-Informatik“ und „Medieninformatik“ sowie Bachelor und Master in „Künstliche Intelligenz“ herausragende Bildungsangebote. Diese Programme zeichnen sich durch ihre praxisnahe Ausbildung aus, die von Studierenden sehr geschätzt wird. Der hohe Praxisbezug bereitet die Absolventen optimal auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vor. Prof. Dr. Ulrich Schäfer, Dekan der Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik, freut sich über die Ergebnisse: „Wir legen großen Wert auf die enge Verzahnung von Theorie und Praxis in unseren Studiengängen, die alle auch dual mit vertiefter Praxis studiert werden können. Das hervorragende Abschneiden unserer Studiengänge im CHE-Ranking zeigt, dass unsere Bemühungen um aktuelle und qualitativ hochwertige Ausbildung von den Studierenden anerkannt werden. Diese finden im Anschluss ausnahmslos attraktive und gut bezahlte Arbeitsplätze und werden auch künftig gefragt sein.“

Ähnliches gilt für den Studiengang „Physician Assistant“. Dieser Bachelorabschluss wird in Deutschland nur an wenigen Hochschulen angeboten. Der Studiengang in Weiden erreicht einen Spitzenplatz im Ranking. Auch hier wird die Verzahnung von Theorie und Praxis besonders gelobt. „Die praktische Ausbildung am Standort Weiden mit durchschnittlich mehr als 100 Stunden pro Semester hat bei uns einen hohen Stellenwert“, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. med. habil. Christian Schmidkonz, „neben Kursen im Bereich der Notfallmedizin werden unter anderem Anamnese- und Untersuchungskurse, EKG-Kurse sowie Ultraschallkurse durchgeführt. Dadurch sollen unsere Studierenden optimal auf den Berufsalltag vorbereitet werden.“

Bewerbungszeit läuft

Das CHE-Ranking bestätigt also: Wer sich für ein Studium an der OTH Amberg-Weiden entscheidet, wird individuell und kompetent betreut und durch einen starken Praxisbezug zu einer kompetenten und gefragten Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt ausgebildet. Informationen zu allen Studienmöglichkeiten an der Hochschule gibt es im Internet unter www.oth-aw.de/besserstudieren  Bewerbungen sind noch bis zum 15. Juli möglich!

Fortschritte in der Arthritisforschung: Neue Studie von Prof. Dr. Schmidkonz

Prof. Dr. med. habil. Christian Schmidkonz zeigt, dass die OTH Amberg-Weiden nicht nur in der Lehre, sondern auch in der Forschung herausragt. In Zusammenarbeit mit einem internationalen Team von Forschenden hat der Professor für Medizin und Gesundheitsökonomie einen neuen Krankheitsmechanismus bei rheumatoider Arthritis entdeckt. Die Ergebnisse werden nun in einer der weltweit führenden medizinischen Fachzeitschriften, „Nature Immunology“, veröffentlicht.

Die zentrale Erkenntnis der Forschung ist, dass bestimmte Bindegewebszellen, sogenannte Fibroblasten, im Gelenk sowohl Zerstörungen verursachen als auch Gelenkentzündungen aktiv auflösen können. Durch den Einsatz von Positronen-Emissions-Tomographie Computer Tomographie (PET/CT) macht Schmidkonz in Kooperation mit einer Erlanger Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. med. Andreas Ramming und Dr. Simon Rauber Aufnahmen entzündeter Gelenke. Anschließend entnahmen sie Gewebeproben und untersuchten sie molekularbiologisch.

Das Forscherteam stellte dabei fest, dass bestimmte Proteine in den Fibroblasten ihre Aktivität anzeigen können. Während einer aktiven Entzündung steigt die Menge dieser Proteine, während sie bei Behandlung der Entzündung wieder abnimmt. Zudem wechseln Fibroblasten während einer Entzündung zwischen zwei Typen: einem, der entzündungsfördernd ist, und einem anderen, der zur Entzündungslösung beiträgt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es im Körper eine komplexe Regulation gibt, wie Zellen während einer Entzündung arbeiten und wie sie sich verändern, wenn die Entzündung abklingt.

Basierend auf diesen Erkenntnissen können nun neue Therapiemöglichkeiten entwickelt werden, um Betroffene von rheumatoider Arthritis in Zukunft noch schonender behandeln zu können.

Eishockey-Nationalspieler an der OTH Amberg-Weiden

Zwei der besten Eishockey-Nachwuchstorhüter Deutschlands, Erik Eder vom ERC Ingolstadt und Noah Pfab von den Dresdner Eislöwen, erwarben im Zentrum für Leistungsdiagnostik und Sportmedizin (ZLS) an der OTH Amberg-Weiden das Performance Zertifikat. Auch einige ambitionierte Läufer, Fahrradfahrer und höherklassige Fußballspieler nutzten die Gelegenheit, um das kürzlich entwickelte Zertifikat zu absolvieren.

Entwickelt wurde das Zertifikat am ZLS gemeinsam mit der HOHPE GmbH, um sowohl Leistungssportler*innen als auch ambitionierten Hobbysportler*innen die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Leistung objektiv messen zu lassen, um diese anschließend zu verbessern. „Generell kann dieses Zertifikat auch jeder Athlet des Lebens, also die keine sportlichen Höchstleistungen bringen wollen und können, absolvieren. Am Ende geht es um einen 360 Grad Einblick in die eigene körperliche Leistungsfähigkeit. Diesen Ansatz verfolgen wir ja auch mit der Implementierung an der OTH Amberg Weiden bei den Mitarbeitern im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements“, erläutert Christian Wolf von der HOHPE GmbH.

Bereits seit dem Jahr 2022 kooperieren die Hochschule und die HOHPE GmbH im Rahmen von OTHhealty, um das betriebliche Gesundheitsmanagement weiterzuentwickeln. „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Gut, deswegen ist es enorm wichtig, dass diese auch gesundheitlich fit bleiben oder werden. Durch die Möglichkeiten in unserem Zentrum für Leistungsdiagnostik und Sportmedizin, dass unter ärztlicher Leitung steht, können wir zu einer deutlichen Verbesserung der Fitness beitragen und somit auch einen Beitrag zur Prävention von schweren Erkrankungen leisten“, betont Prof. Dr. med. habil. Christian Schmidkonz, Leiter Zentrum für Leistungsdiagnostik und Sportmedizin.

In Kürze werden erste Teilnahmemöglichkeiten sowohl für Mitarbeitende der OTH Amberg-Weiden als auch für alle, die etwas für ihre Gesundheit tun möchten, bekannt gegeben.

EISHOCKEY-NATIONALSPIELER

INTERVIEW MIT CHRISTIAN WOLF

Performance Zertifikat gibt Einblick in den eigenen Fitnesszustand

Wie fit bin ich eigentlich? Wie kann ich meine maximale Leistungsfähigkeit verbessern und wie Verletzungen vorbeugen? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet das neue Performance Zertifikat, das vom Zentrum für Leistungsdiagnostik und Sportmedizin an der OTH Amberg Weiden unter der Leitung von Prof. Dr. med. habil. Christian Schmidkonz und der HOHPE GmbH entwickelt wurde.

Das Zertifikat gibt einen 360-Grad-Überblick über verschiedene gesundheitliche Parameter und den eigenen körperlichen Fitnesszustand. Dafür können modulweise einzelne Tests, z. B. Körperanalyse oder Spiroergometrie gewählt werden. Nutzen können dies Sportler*innen, Athlet*innen und zukünftig im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements auch Angehörige der Hochschule.

Als einer der Ersten erhielt Dr. Thomas List (CFO von BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH und Mitglied des Hochschulrats) die Chance, einen Baustein aus diesem neuen Angebot zu testen. Eine ideale Möglichkeit, um im Hinblick auf die Vorbereitung für den NOFI Lauf 2024 den aktuellen Fitnesszustand zu ermitteln.

Prof. Dr. Christian Schmidkonz erhält den Wolfgang-Becker-Forschungspreis 2022 für nuklearmedizinische Forschung

Patienten helfen – das war für Prof. Dr. Christian Schmidkonz nicht nur Motivation, Arzt zu werden, sondern auch, um in die Forschung zu gehen. Und das mit großem Erfolg: jüngst wurde der erst 34-Jährige bereits mit dem fünften renommierten Forschungspreis für seine Arbeit ausgezeichnet. Auf der diesjährigen Tagung der Bayerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin erhielt der Professor der OTH Amberg-Weiden den Wolfgang-Becker-Forschungspreis 2022. Durch die prämierte Arbeit soll zukünftig die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Lungenfibrose verbessert werden.

Bei Lungenfibrose handelt es sich um eine Vernarbung der Lunge, wodurch diese ihre Elastizität verliert und sich die Sauerstoffaufnahme verschlechtert. PatientInnen kriegen schlecht Luft und sind teilweise auf eine Sauerstoffflasche angewiesen. Die Krankheit ist nicht heilbar, nur schwer behandelbar und verläuft meist tödlich. Durch die Forschungsergebnisse sollen sich PatientInnen zukünftig gezielter behandeln lassen.

„Anders als bei normaler Computertomografie (CT), die bisher genutzt wird, lasse sich durch eine nuklearmedizinische PET/CT Untersuchung auch erkennen, wie aktiv die Fibrose ist und Rückschlüsse auf die zukünftige Ausdehnung ziehen. Dadurch ist es möglich, die Überlebenschancen der Erkrankten zu verbessern und das allgemeine Patientenbefinden zu stärken“, erläutert Prof. Dr. Christian Schmidkonz. Die Arbeit entstand als Forschungskooperation mit dem Universitätsklinikum Erlangen, wo er Leiter der Arbeitsgruppe „Translational Nuclear Medicine“ ist.

Begeisterter Forscher

Die Begeisterung für Forschung und für bildgebende Verfahren entdeckte Christian Schmidkonz bereits im Studium und bei seiner Doktorarbeit. „Mein Thema war die Herzcomputertomografie und wie man Herzklappen mittels eines Herzkatheters implantiert“, erzählt er. Besonders die bildgebende Forschung hat es ihm dabei angetan. Und so blieb er auch nach seiner Promotion und Facharztausbildung in Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Erlangen. „Dort habe ich die Chance gesehen, durch die Forschung dem Patienten einen direkten Nutzen zu bringen, da man Forschungsergebnisse oftmals sehr schnell in die Klinik umsetzen kann und dadurch Diagnostik und Behandlung verbessern kann“, meint Schmidkonz.

Die Zeit an der Uniklinik zeigte aber auch eine weitere Leidenschaft auf: „Beim Ausbilden der MedizinstudentInnen habe ich schnell gemerkt, dass mich auch das Unterrichten und Lehren begeistert“, erzählt Schmidkonz. „Als sich nach der Habilitation dann die Chance bot, als Professor für Gesundheitswirtschaft an die OTH Amberg-Weiden zu wechseln, habe ich diese gerne genutzt.“ Neben der Möglichkeit, klinisches Wissen an die Studierenden weiterzugeben, sprach ihn dabei besonders die Möglichkeit an, im Institut für Medizintechnik der Hochschule Forschungsprojekte weiterzuführen und medizintechnische Forschung zu betreiben.

Rat für NachwuchsforscherInnen

Für seine Studierenden und andere angehende WissenschaftlerInnen, hat er einige Ratschläge parat. So brauche es viel Begeisterung und ein Fachgebiet, wo man mit „Leib und Seele dabei ist“. Schließlich benötigt Forschung große Leistungsbereitschaft und viel Zeit, auch an Wochenenden oder Feiertagen. Und ganz wichtig: Von Rückschlägen dürfe man sich nicht verunsichern lassen, denn die kommen schließlich immer wieder vor. „Wenn man merkt, hier geht’s nicht weiter, darf man sich nicht entmutigen lassen und muss stattdessen vielleicht einfach einen neuen Ansatz suchen“, betont Schmidkonz. Für ihn waren diese Vorgehensweise und der Aufwand bis jetzt jedenfalls äußerst erfolgreich.